Vom Flohmarkt in Zagreb -
vor - und nach dem Putzen!
So schön Kupfertöpfe sind - sie laufen mit der Zeit an. Je seltener man sie gebraucht, desto schneller werden
sie dunkel, fleckig oder bekommen Grünspan. Dabei ist das Kupferputzen gar nicht schwer. Es geht auch mit natürlichen und traditionellen Haushaltsmitteln. Die blankpolierte
Garnitur Kupfertöpfe war nicht nur in Schlossküchen der ganze Stolz der Küchenbrigade. Tricks, die Töpfe um die Wette glänzen zu lassen, brachten Köchinnen wie Mrs Patmore einem neuen
Küchenmädchen meist als erstes bei:
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Sind die Töpfe sehr verschmutzt, richtig dunkel und vielleicht sogar klebrig (wie das bei Flohmarktfunden gern der Fall ist), hilft erstmal ordentlich spülen
mit einfachem Spülmittel. Viel Spüli - nicht kratzen, also nicht mit der rauhen Seite des Putzschwamms da rangehen, sondern nur mit der weichen (Mrs Patmore hätte natürlich
Kernseife genommen).
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Anschließend 2 gehäufte EL Salz in etwa 100 ml Wasser auflösen, eine Zitrone halbieren, die halbe Zitrone immer wieder in das
Salzwasser tauchen und den Topf mit dieser Zitronenhälfte wie mit einem Schwamm so lange abreiben, bis er hell und glänzend wird. Das kann dauern. Und muss mehrmals wiederholt werden. Immer
wieder die Zitrone ins Salzwasser tauchen und rubbeln. Die Kombi aus Salz und Säure löst den Grünspan und die Flecken auf.
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Ist der Topf sehr stark angelaufen, kann anschließend auch ein Spritzer mit Wasser verdünnter Salmiakgeist, auf ein weiches Tuch gegeben, helfen.
Salmiakgeist hatte man früher immer im Haus - als Finish fürs Fensterputzen.
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Auch gut: Schlämmkreide (gereinigte Kreide). Die bekomme ich von meiner Mutter. Sie ist Goldschmiedin und braucht zum Edelmetallreinigen
immer Schlämmkreide. Sie wird einfach mit ein paar Tropfen Wasser zu einer Paste angerührt, dann auf ein Tuch gegeben. Anschließend besonders hartnäckig verschmutzte Stellen damit blankreiben
und danach ganz normal spülen. (Schlämmkreide gibt es z. B. in Drogerien, Reformhäusern oder Fachgeschäften für ökologische Putz- und Haushaltsmittel. Sie eignet sich auch gut zum
Silberputzen.)
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Mit der Salz-Zitronen-Mischung haben wir daheim eine ganze Garnitur auf dem Flohmarkt gekaufter Töpfe zum Glänzen gebracht. Natürlich brauchten wir dafür
mehrere Zitronen und mehr als 100 ml von der Salz-Wasser-Mischung, aber: es hat funktioniert.
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Danach die Töpfe alle nochmals spülen. Und dann kommt der Clou:
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Die trockenen Töpfe mit Speckschwarte abreiben. Das war der 19. Jahrhundert-Trick für tollen Glanz. Erst einreiben, dann mit einem sauberen
Tuch nachpolieren.
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Am glänzendsten bleiben Kupfertöpfe übrigens, wenn man sie täglich benutzt und spült!
Blitzblank - Mrs Patmore wäre stolz!